Lautsprecherempfehlungen für den Fahrzeugbetrieb:

      
  1. Schallwellen sind nichts anderes als bewegte Luft, genauso wie ein Löffel den Kaffee umrührt, bringt die  Lautsprecher-Membrane mit hin- und her-Bewegungen die Luft zum Schwingen
  2. Dabei sind Schwingungen zwischen ca. 20 Hertz und ca. 20.000 Hertz als Ton wahrnehmbar
  3. Einige physikalische Gesetze sind hier zu beachten. Die Kenntnis dieser Zusammenhänge sind hilfreich und deshalb hier einmal erklärt
  4. Ein Vergleich: Genauso wenig wie man mit einem Teelöffel fast keine Wasserbewegung in einer vollen Badewanne erreicht, so bewegt ein kleiner Lautsprecher auch keine großen Luftmassen
  5. Die mittleren Töne machen da die wenigsten Probleme. Hohe Töne werden dagegen gern von Teppichen, Stoffauskleidungen geschluckt und kommen dann kaum in Ohrhöhe der Insassen an. Kleine Mini-Tweeter in Ohrhöhe z.B. in oder an den A-Säulen schaffen wirksame Abhilfe und erhöhen auch den Stereoeffekt
  6. Eine vernünftige Basswiedergabe erreicht man nur, wenn der Lautsprecher eine Mindestgröße hat, die bei 130mm Durchmesser anfängt. Heutige Lautsprecher sind Mehrwegsysteme mit eingebauten Hochton-Lautsprechern
  7. Eine sehr gute Lösung - wenn vorn in der Mitte nur ein Einbauplatz zur Verfügung steht - ist die Verwendung von Stereo-Doppelspulen-Systemen. Es gibt sie als Ovallautsprecher in verschiedenen Größen von Retrosound
  8. Die Basswiedergabe ist gut, der Frequenzbereich geht ab 45Hz los und reicht oben bis 20 kHz. Der Stereoeffekt wird durch 2 schrägstehende Tweeter erreicht.

Einbau-Richtlinien:

      
  1. Breitbandlautsprecher so groß wie platzmäßig möglich verwenden. Möglichst niedrige Inpedanz ( 4 Ohm ) wählen, damit die verfügbare Verstärkerleistung auch abgerufen werden kann
  2. Basslautsprecher erfordern eine genügend große Schallwand, z.B. Hutablage oder Türverkleidungen. Offene Miniboxen reichen in keinem Fall für eine gute Wiedergabe aus. Geschlossene Boxen verhalten sich etwas besser, brauchen aber ziemliche Energie, mehr als 50 Watt, um ausreichend zu beschallen. Leider kommt uns hier noch die relativ geringe Ohrempfindlichkeit bei tiefen Tönen in die Quere, so dass Verstärkerleistung von mehr als 100 Watt keine Seltenheit sind. Dazu kommt noch das logarithmische Verhalten des Ohres. Um eine doppelte Lautstärke zu empfinden, muss die Verstärkerleistung verzehntfach werden
  3. Der Äußere Rand sollte im ganzen Umfang des Lautsprechers satt und luftdicht aufliegen. Bei Lücken kommt es sonst zu einem 'akustischen Kurzschluß'. Die nach vorn gedrückte Luft wird durch den Luftspalt von hinten wieder angesaugt, welches zu einer schlechteren Bassabstrahlung führt
  4. Bei Zusammenschaltungen von Lautsprechern ist außer der Impedanz auch die Polarität zu beachten

Wichtige Regeln:

      
  1. Bei einer Serienschaltung von Lautsprechern addiert sich die Impedanz
  2. Um Gleichtakt der Membranen zu erreichen, ist Minus vom 1. Lautsprecher mit Plus vom 2. Lautsprecher zu verbinden
  3. Bei einer Parallelschaltung von Lautsprechern teilt sich die Impedanz auf
  4. Um Gleichtakt der Membranen zu erreichen, ist Minus vom 1. Lautsprecher mit Minus vom 2. Lautsprecher zu verbinden